Wasser-Wasser-Wärmepumpe – Test, Preise & Kosten


Infos über Wasser-Wasser-Wärmepumpen – Test, Preise und Hersteller. Alles über Vorteile & Nachteile, Montage und Kosten einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe.

Viele Hausbesitzer denken heutzutage darüber nach, ihre Heizungsanlagen umzurüsten. Sei es Umweltbewusstsein oder einfach der Wunsch nach Kostenersparnis, die Wahl einer neuen Heizungsanlage will gut überlegt sein. Insbesondere die Wasser-Wasser-Wärmepumpe tritt immer mehr ins Rampenlicht.

Erklärung und Funktion einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Um die Vorteile und Nachteile einer Wasser Wasser Wärmepumpe abwegen zu können, ist es in erster Linie wichtig zu wissen, wie eine solche Anlage überhaupt funktioniert.

Vorraussetzung für eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Als Vorraussetzung für den Betrieb benötigt die Wasser-Wasser-Wärmepumpe 2 Brunnen. Aus dem einen Brunnen fördert die Wärmepumpe das Grundwasser, welches als Wärmequelle dient. Der zweite, der sogenannte Schluckbrunnen, dient dazu das genutzte abgekühlte Wasser wieder zurückzuführen in den Kreislauf. Dem eingepumpten Grundwasser wird in der integrierten Wärmepumpe die Wärme entzogen und dann von dieser an das Heizungsystem abgegeben.

Da das Grundwasser in der Regel nicht die gewünschte Heiztemperatur erreicht, wird es in der Wärmepumpe erhitzt. Das erhitzte Wasser wird an Rohren innerhalb der Wärmepumpe vorbeigeleitet, welche ein Kältemittel enthalten. Dieses nimmt die Wärme des Wassers auf und wird dabei gasförmig. Um die Temperatur weiter zu steigern, wird das Gas in einen Verdichter geleitet. Dadurch erhöht sich sowohl die Temperatur des Kältemittels, als auch der Druck. Die Wärme des gasförmigen Kältemittels wird mittels eines Wärmetauschers an den Heizungskreislauf abgegeben, der nun Fussbodenheizung, Dusche und so weiter erhitzt.

Nach der Wärmeabgabe kühlt das Kältemittel rasch ab und wird dabei wieder flüssig. Es fliesst zum Expansionsventil, das für die Regulierung des Drucks in der Wasser-Wasser-Wärmepumpe zuständig ist, und wird dabei weiter abgekühlt. Nach der Abkühlung kann das Kältemittel erneut Wärme aus dem Grundwasser aufnehmen und der Kreislauf beginnt von vorn.

Vorteile und Nachteile der Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Für die Wärmepumpe muss im Haus je nach Ausführung sowohl ein Platzbedarf von 0,5 m³ bis zu 1 m³, als auch ein entsprechend gelegter Stromanschluss, eingeplant werden. Zudem ist es nur in einem Temperaturbereich von 7 bis 12 Grad Celsius einsetzbar. Das System der Wasser-Wasser-Wärmepumpe hat also gegenüber der Luft-Wasser-Wärmepumpe und der Sole-Wasser-Wärmepumpe einige kleinere Nachteile, zeigt dafür aber auch entscheidende Vorteile.

Bedingt durch das Grundwasser, welches in der Regel kälter als die Luft ist, ist hier sogar eine passive Kühlung gegeben. Um die Wasser-Wasser-Wärmepumpe im Sommer als Kühlung zu nutzen, muss bei der Installation nur ein weiterer Wärmeträger eingeplant werden, damit die Fussbodenheizung gleichzeitig die Temperatur im Hausinnern senken kann. So kann die Wasser-Wasser-Wärmepumpe im Winter als Heizung zum Heizen und im Sommer als Kühlung zum Kühlen der Räume genutzt werden.

Kosten und Preise einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Die Anschaffung einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe ist mit Kosten für die Erschließung der Wärmequelle, dem Preis für die Wärmepumpe und entsprechendes Zubehör, sowie den Kosten für den Einbau und die Montage verbunden. Auch die Kosten für das Lüftungsmodul sollten einkalkuliert werden.

In der Regel kann der Hausbesitzer von ungefähren Kosten für die Erschließung der Brunnen von ca. 7000 Euro ausgehen. Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe schlägt je nach Modell mit ca. 8000 Euro zu Buche. Hinzu kommt das jeweilige Zubehör, wie Leitungen, Verschlussteile oder Schläuche, das mit ca. 3000 Euro veranschlagt werden kann. Ein Lüftungsmodul benötigt der Hausbesitzer natürlich nur falls er die Wohnräume auch gleichzeitig Lüften möchte. In dem Fall muss ein ungefährer Preis von 5.000 Euro kalkuliert werden.

Beim Einbau kommt es nun ganz auf den jeweiligen Anbieter an. Daher sollte der Hausbesitzer immer mehrere Angebote des Fachhandels einem Kostenvergleich unterziehen. Es können aber durchschnittlich 3000 Euro für die Montage einkalkuliert werden.

Bleibt ein Blick auf die laufenden Kosten zu werfen. Hier kommt die Wasser-Wasser-Wärmepumpe mit Stromkosten von ca. 400 Euro im Jahr aus. Allerdings kann es nötig sein, einen extra Stromzähler zu installieren, der mit 500 bis 1.500 Euro zu Buche schlagen kann.

Hersteller für Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Fachbetriebe für Wärmepumpen stehen dem Hausbesitzer natürlich gerne bei der Anschaffung zur Seite und beraten über die verschiedenen Modelle der Hersteller. Die Stiftung Warentest kann auch hilfreich bei der Auswahl der richtigen Ausstattung sein. Bei dem Test dieser Organisation werden immer wieder die Markenmodelle, wie Junkers, Vaillant, Stiebel Eltron und Viesmann, genau unter die Lupe genommen. EIn Vergleich mehrerer Herstellerangebote, sowie Installationsfirmen wird den kostengünstigsten Anbieter zeigen. Die Fachbetriebe können auch über eine eventuelle staatliche Förderung Auskunft geben. So ist es im Prinzip einfach eine passende Wasser-Wasser-Wärmepumpe zu finden und installieren zu lassen.