Strom für Wärmepumpe – Stromverbrauch von Wärmepumpen


Wie hoch ist der Stromverbrauch von Wärmepumpen? Luft, Wasser & Erde – Welche Wärmepumpe verbraucht wie viel Strom? Was muss man beachten und wie lässt sich der Stromverbrauch senken?

Der Stromverbrauch ist durch das Funktionsprinzip einer Wärmepumpe bedingt und ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Im wesentliche von der Größe der Wärmepumpe und von der Art der Wärmepumpe, sowie der benötigten Energie eines Hauses.

Gemessen wird der Verbrauch in Jaz – Jahresarbeitszahlen. Diese gibt an, wie sich das Verhältnis von eingesetzter Energie zur gewonnenen Energie verhält. Hierbei bezieht sich die Kennzahl auf ein ganzes Jahr. Die Jahresarbeitszahl berechnet sich, in dem die nutzbare Wärmeenergie eines ganzen Jahres durch die zugeleitete elektrische Energie geteilt wird.

Die Arbeitszahl eines ganzen Jahres bedeutet hier zum Beispiel, dass das Dreieinhalbfache der elektrischen Energie zum Betrieb einer Wärmepumpe, an thermischer Energie gewonnen wird.

Was gibt es für Wärmepumpen und wo werden sie eingesetzt?

Man unterscheidet drei Arten von Wärmepumpen:

Der Verbrauch der drei Wärmepumpen gestaltet sich relativ ähnlich. Die Wasserwärmepumpe verbraucht im Jahresschnitt 3,2, die Luftwärmepumpe 2,6 und die Erdwärmepumpe 3,3. In der niedrigsten Jahresarbeitszahl liegen alle drei bei 1,9 bis 2,0.

Isolierte und gut gedämmte Häuser mit einer relativ kleinen Wärmepumpe verfügen auch über einen wesentlich geringeren Energiebedarf, durch eine geringere Heizleistung. Dadurch verbrauchen derartige Wärmepumpen auch weniger Strom.

Wovon hängt die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe noch ab?

Sieht man einmal von der Jahresarbeitszahl und dem Wärmeenergiebedarf einer Wärmepumpe ab, so bleibt der Kostenfaktor letztendlich am Strompreis hängen. Allerdings bieten viele Energieversorger einen günstigen Tarif für den Stromverbrauch einer Wärmepumpe an. Hier wird außerdem noch zwischen Schwachlaufzeiten sowie Nacht und Wochenend-Tarif unterschieden.

Wie groß sollte eine Wärmepumpe dimensioniert sein?

Die Größe der Wärmepumpe ist abhängig davon, ob sie bivalent, mit zusätzlicher Heizung arbeitet oder monovalent ohne Zusatzheizung. Die effektive Heizleistung ist wiederum vom Standort und dem Energieverbrauch des Hauses abhängig. Die Größe der Wärmepumpe berechnet ein Heizungsinstallateur.

Die Heizleistung einer Wärmepumpe kann grob jeder Nutzer selbst berechnen. Einfach den Wärmemengenbedarf des Hauses in kWh durch 2.500 teilen.

Dient die Wärmepumpe auch der Warmwasseraufbereitung, so muss für jede Person über den Daumen noch einmal 0,25 kW hinzugerechnet werden.

Hier ein Beispiel bei einem jährlichen Verbrauch eines vier Personen Haushalts von 25.000kWh.

  • 25.000 geteilt durch 2.500 + 4x 0,25 kW ergibt 11kW.
  • Welche Pumpen arbeiten effizienter?

    Eine zweijährige Untersuchung mit 38 verschiedenen Wärmepumpen von Stiftung Warentest hat ergeben, dass im mittleren Bereich lediglich Erdwärmepumpen energieeffizient mit einer Jahresarbeitszahl von mindestens 3 arbeiten und somit die besten Wärmepumpen sind. Luftwärmepumpen kommen auf eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3. Wasserwärmepumpen erreichen sogar eine Jahresarbeitszahl von mehr als 4.

    Die elektrische Energie einer Wärmepumpe lässt sich auch leicht errechnen. Ein 4 Personen-Haushalt mit einer beheizbaren Fläche von 150m² und einer benötigten Wärmemenge von 100 kWh je m² pro Jahr mit dem Faktor 3,5 der Wärmepumpe errechnet sich folgendermaßen:

  • 150 m² x 100 kW/h je m² im Jahr +4 x 2kWh x 365 Tage ergibt 17.920 kWh pro Jahr, geteilt durch 3,5 Jahresarbeitszahl ergibt 5.129 kWh.