Erdwärmepumpe – Test, Preise & Hersteller sowie Kosten für die Bohrung


Infos über Erdwärmepumpen – Test, Preise und Hersteller. Alles über Vorteile & Nachteile von Bohrungen, Montage und Kosten einer Erdwärmepumpe.

In den Tiefen des Erdreichs brodelt Magma und herrschen immense Temperaturen. Dank modernster Technik und Bohrungen können heutzutage auch Privathaushalte auf diese Naturkräfte zugreifen. Doch die Technologien der Erdwärmepumpe sind ein kompliziertes Feld.

Nachteile und Vorraussetzungen einer Erdwärmepumpe

Bevor die erste Bohrung für die Erwärmepumpe getätigt wird, empfiehlt sich eine Prüfung der gegebenen Bedingungen. Diese sind die Vorraussetzung für Kosteneinsparungen. Diese Vorraussetzung ist die Bodenqualität. Und auch das eigene Grundstück sollte groß genug für die aufwendigen Bohrungen im Erdreich sein.

Überlagern die Vorteile bei der Erdwärmepumpe?

Es bestehen attraktiven Vorteile beim Einsatz von Erdwärmepumpen – beispielsweise in der Nutzung regenerativer Energien mit hoher ökologischer Bedeutung und somit zusätzlicher Chance auf staatliche Förderung. Aber auch die Chance zur Unabhängigkeit von teurem Öl und Gas. Gleichzeitig sind die modernen Systeme flexibel genug, um für nahezu jeden Gebäudetypen eingesetzt werden zu können. Eine Fußbodenheizung kann ganz einfach zusätzlich installiert werden. Aber auch einige Nachteile sind noch zusätzlich zu den Vorraussetzungen an den Boden und den teuren Bohrungen zu nennen. Der Wirkungsgrad der Anlagen kann im Vorfeld nicht sicher angegeben werden. Zur kalten Jahreszeit sinken die Stromeinsparungen außerdem erheblich.

Erwärmepumpe – Bohrungen und Verlegung

Die Bohrung für eine Erdwärmepumpe kann durchaus sehr umständlich sein. Mindestens zehn Meter tief muss gebohrt werden. In dieser Tiefe herrscht ganzjährig mindestens eine Temperatur von 10 Grad. Das klingt gering, kann aber dennoch durch ein physikalisches Phänomen genutzt werden. Bei höherem Druck erwärmen sich Gase. Durch die Röhren, die in diese Tiefe verlegt werden strömt deshalb später ein Gas, meist Propan. Die Temperaturunterschiede von Erdboden und Wohnung lösen einen Wärmestrom zur Heizung aus, wobei das Gas durch einen elektrische Kompressor erwärmt wird. Die Bohrung zur Installation von Heizung und Brauchwasser kostet zwischen 3.000 und 5.000 Euro, je nach Bedingungen. Mit der Zeit kommt ein gewisser Stromverbrauch durch den elektrischen Kompressor hinzu. Diese Kosten können durch einen guten Stromtarif allerdings minimiert werden, so dass sich die Erdwärmepumpe eines Tages rechnet.

Abwegen der Kosten Erdwärmepumpe und Bohrung

Die Kosten für eine Erdwärmepumpe setzen sich aus drei Faktoren zusammen: Installation, Betriebskosten und eventuell der Verbrauch. Der Erschließung der Wärmequelle, also die Bohrung, ist dabei zu den genannten Kosten die teuerste Position. Hinzu kommt die Installation der Anlage. Die Gesamtkosten beziffern sich auf 8.500 und 11.500 Euro. Betriebskosten betreffen die Wartung, doch da Erdwärmeanlagen wartungsarm sind, spielen sich diese im geringen Rahmen ab. Auch die Verbrauchskosten sind meist moderat. Sie betreffen Aufwendungen für das Gas im Wärmestrom und Elektrizität zum Betrieb des Wärmekompressors. Und diese Kosten hängen natürlich von den Anbieter ab, mit dem man im Vertrag steht. Deshalb lohnt sich der Kostenvergleich, um die Energieeffizienz der Erdwärmepumpe wirklich ausnutzen zu können.

Vielfalt der Anbieter & Hersteller von Erdwärmepumpen

Durch die staatliche Förderung und die Trendwende hin zu alternativen Energien haben sich zahlreiche Anbieter auf dem Markt einen festen Platz erobert. Der Vergleich lohnt sich vor allem im Bezug auf Installationskosten, Bedienkomfort der Anlagen und Qualität der jeweiligen Technologie. Als Teil von Bosch wartet beispielsweise Junkers mit hohen technischen Ansprüchen auf. Das Familienunternehmen IDM wirbt damit, sich speziell auf die Bedürfnisse von Familien und kleinen Haushalten spezialisiert zu haben. Ebenfalls als Qualitätsanbieter gilt Effiziento.

Die Erdwärmepumpe im Winter

… versorgt das Haus dennoch mit Wärme, da die Temperatur tief in der Erde unterhalb der Frostgrenze auch im Winter nicht senkt.

Die Erdwärmepumpe im Sommer

… kann kühlen, da moderne Geothermieanlagen die Raumtemperatur konstant halten, also auch überschüssige Hitze über den Wärmestrom in den Boden ableitet.

Bezug zu Sole-Wasser-Wärmepumpen und Erdwärmekollektoren

Weit verbreitet und oft auch ergänzend werden Sole-Wasser-Wärmepumpen, Erdwärmekollektoren oder Erdwärmesonden eingesetzt. Bei ersterer wird die Erdwärme per Wärmetauscher zum Aufheizen der Warmwasserbereitung genutzt. Sole ist dabei ein Frostschutzmittel, welches in das Leitungssystem der Pumpe gebracht wird. Erdwärmesonden sind mit Prinzipien bei Brunnenbohrungen zu vergleichen. Dabei wird in die Bohrung ein Rohrbündel eingeführt, welches Wärme aus besonderen Tiefen des Erdreichs zieht. Dennoch ist der Platzbedarf geringer, da sich die Anlage in Tiefe konzentriert. Erdwärmekollektoren agieren dagegen näher an der Oberfläche. Ihre Installation ist günstiger, aber der Platzbedarf höher und der Wirkungsgrad ist oft geringer.

12 Schritte zur Erdwärmesondenanlage

Falls sie eine Erwärmesondenanlage planen sollten Sie diese 12 einfachen Schritte beachten.
1. Energiebedarf ermitteln ( Heizlast, Warmwasserbedarf, Sperrzeiten, Betriebsstunden der Wärmepumpe)
2. Untergrund bewerten, Geologie, Auslegung der Erdwärmesonden
3. Baustellenbesichtigung ( wichtig bei Heizungsumbau )
4. Wasserrechtliche Genehmigungen beantragen, Bergrecht bei Bohrungen tiefer 100m und Bohrungen auf fremden Grundstücken beachten
5. Bohrarbeiten durchführen
6. Tiefbauarbeiten für Sondenverteileranlage
7. Sonden, Verteiler und Wärmepumpe montieren
8. Frostschutz/Wärmeträger befüllen
9. Bestandsunterlagen erstellen und an die zuständigen Behörden übermitteln
10. Inbetriebnahme der Wärmepumpe
11. Überwachung und Monitoring durchführen
12. Eventuell Optimierung der Anlage